Die Stadt Hamburg ist ein Standort vieler attraktiver Unternehmen. Mit mehr als 70.000 Mitarbeitern ist die Stadt selber jedoch der mit Abstand größte Arbeitgeber Hamburgs. Das dabei abgedeckte Spektrum an Berufen ist ebenso breit wie spannend. Gleichwohl gibt es wohl kein Berufsbild, dessen Bezeichnung spontan ein solches Spektrum an in der Regel falschen Assoziationen auslöst, wie der Beruf „Beamter“.

Dieser Sachverhalt ist für einen Arbeitgeber wie die Stadt Hamburg aus zwei Gründen ein großes Employer Branding Problem:

a) Jedes Jahr bewerben sich viele junge Menschen für eine Ausbildung im mittleren und gehobenen Beamtendienst, die aus vielerlei Gründen hierfür nicht in Frage kommen oder von den „falschen“ Motiven geleitet werden.

b) Viele junge Menschen hingegen, denen die Stadt tolle berufliche Perspektiven bieten kann, bewerben sich schlichtweg nicht, weil sie sich von dem Berufsbild nicht angesprochen fühlen oder einfach darüber zu wenig wissen.

Spielerische Berufsorientierung

Beiden Problemen begegnet das virtuelle Berufsorientierungsspiel und SelfAssessment Verfahren „C!YOU – Start learning@hamburg“ auf sehr zielgruppenspezifische Weise – spielerisch und unterhaltsam.

In zwei unterschiedlichen Spielpfaden (abhängig von der Angabe des angestrebten Schulabschlusses) durchläuft der Teilnehmer virtuell verschiedene Stationen seiner Ausbildung – entweder im gehobenen oder im mittleren Dienst. Hierbei löst und bearbeitet er unterschiedlichste Aufgaben, die der Ausbildungs- und Berufsrealität sehr nah angelehnt sind.

Von der Ummeldung bis hin zur Planung sportlicher Großereignisse

Das Spektrum der zu absolvierenden Aufgaben reicht dabei von Verwaltungstätigkeiten wie der Antragsbearbeitung im Bezirksamt oder in der Fachbehörde, über ausbildungsspezifische Aufgaben, z.B. aus dem Bereich Investitionsrechnung, bis hin zu spannenden Simulationen wie der Planung verschiedener sportlicher Großereignisse in Hamburg. Die Qualität der Aufgabenbearbeitung wird dem Teilnehmer dabei jeweils direkt zurückgemeldet.

Darüber hinaus durchläuft der Teilnehmer einen virtuellen Beratungsdialog, der ihn über die Erfolgschancen einer etwaigen Bewerbung und den Bewerbungsprozess aufklärt.

Das Verfahren ist anonym zu durchlaufen, d.h. die Qualität der Aufgabenbearbeitung hat keinerlei Auswirkungen auf die späteren Bewerbungschancen. Es dient reinweg informativen Zwecken. „C!YOU“ ist als Abkürzung für „Check Yourself“ zu verstehen und dient durch die Kombination von Employer Branding und SelfAssessment Elementen direkt der Verbesserung der Selbstauswahl-Fähigkeit.

European Public Sector Award

2009 wurde C!YOU für den European Public Sector Award (EPSA) nominiert, u.a. weil hierdurch die Anzahl ungeeigneter Bewerbungen um ca. 18% gesenkt werden konnte bei gleichzeitigem Anstieg der geeigneten Bewerbungen um 7%. Weitere Informationen hierzu finden sich unter http://www.epsa2009.eu/.

Relaunch 2013: Modulare, aufwendige Gestaltung und Stadtmarketing

Die aufwendige Gestaltung von „C!YOU“ wurde Ende Mai 2013 durch einen Relaunch verändert und an die Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst.

Der User erreicht die verschiedenen Ziele seiner virtuellen Reise nun nicht mehr per U-Bahn, sondern kann bequem von einer Übersichtsseite aus die einzelnen Module erreichen.
Dazu laufen im Hintergrund Moodfilme, die Hamburg von seiner besten Seite zeigen und das Gesamterscheinungsbild stilvoll abrunden. Ein „Navigations-Widget“, welches man frei im Fenster bewegen kann, hilft dem Nutzer dabei, jederzeit die Übersicht zu behalten.

Durch die Auswahl der Module über die Übersichtseite kann sich der User aussuchen, welches der Module er zuerst durchlaufen möchte.
Außerdem hat der User nun die Möglichkeit, die Module zu beenden, um wieder auf die Übersichtseite zu gelangen. Auch der Marktplatz mit der Stadtrundfahrt, nützlichen Downloads, Videos und weiteren interessanten Informationen ist jederzeit erreichbar.

 

Kreative Darstellung des Bewerbungsprozesses

Neben der Neugestaltung von „C!YOU“ wurden zusammen mit dem Zentrum für Aus- und Fortbildung einige ansprechende Videos gedreht. So entstand beispielsweise ein kreatives „Bewerbungsvideo“, das den Bewerbungsprozess vorstellt und auf spannende Art und Weise erklärt.